Die langjährige Anwendung von SGLT-2-Hemmern scheint das Risiko, eine Demenz zu entwickeln, zu reduzieren. Das zeigt eine große Kohortenstudie aus Südkorea.
Diabetes ist bei unzureichender Blutzuckereinstellung ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz. Sollte eine bestimmte Antidiabetika-Klasse hier einen schützenden Effekt haben, könnte dies angesichts der riesigen Patientenzahlen weltweit große Auswirkungen haben.
Diabetes-Patienten, die im mittleren Alter mit SGLT-2-Inhibitoren wie Dapagliflozin oder Empagliflozin behandelt werden, haben ein geringeres Risiko, eine Demenz zu entwickeln, als Patienten, die mit anderen Antidiabetika behandelt werden. Das ergab eine Auswertung von rund 220.000 koreanischen Patienten im Alter von 40 bis 69 Jahren, die jetzt im »British Medical Journal« erschienen ist.
Diabetes erhöht grundsätzlich das Risiko für eine Demenz. Die Forschenden des Seoul National University College of Medicine werteten nun Daten koreanischer Versicherter aus. Sie bildeten 110.885 Paare mit 40- bis 69-Jährigen Typ-2-Diabetikern (Durchschnittsalter 62 Jahre, 56 Prozent Männer), aber bislang ohne Anzeichen einer Demenz. Sie hatten entweder mit der Einnahme eines SGLT-2-Hemmers oder DPP-4-Inhibitors (Gliptine) begonnen.








